Max & Mimi (Teil 1) - Du bist der Schöpfer deines Lebens und nicht das Opfer


Liebe Freunde, 
heute möchte ich euch an einem kleinen Dialog teilhaben lassen, den ich so oder so ähnlich schon unzählige Male geführt habe. Da kommt ein verzweifeltes KönigsKind (nennen wir es mal wieder Max) und bittet um Rat. 

Tief in seinem Inneren spürt Max, dass in seinem Leben etwas ganz gewaltig schief läuft und sehnt sich nach einer Veränderung seiner Lebensumstände.

Der Dialog beginnt in einer ehrlichen Herzensenergie, doch schon nach wenigen Sätzen ändert sich etwas. Sein Fridolin (das Ego) mischt sich ein und wird im Laufe des Gesprächs immer wütender, weil ihm der Preis für Max' Freiheit zu teuer erscheint. 

Aber lest selbst und beobachtet wie Max zwischen der Sehnsucht seiner Seele und der Angst seines Egos hin und hergerissen wird ...


Mimi, heute hat sich mal wieder alles gegen mich verschworen. Ich maaag nicht mehr! Ich strample mich ab, so gut ich nur kann, aber irgendwie scheine ich nie wirklich anzukommen.


 
Oh je Max, das klingt aber gar nicht gut, was ist denn passiert?

Alles scheint mir aus der Hand zu gleiten. Es kommt mir vor, als säße ich in einem D-Zug, der in einer rasenden Geschwindigkeit unterwegs ist und aus dem ich nicht mehr aussteigen kann. Von der Landschaft, also den Dingen die um herum passieren, bekomme ich gar nichts mehr mit.  
Und das Schlimmste ist das Gefühl auf einem vollkommen falschen Gleis unterwegs zu sein. An Tagen wie heute würde ich am liebsten alles hinschmeißen und mich nur noch unter der Bettdecke verkriechen. Ich weiß nicht mehr weiter. Jedes Mal wenn wir uns treffen wünschte ich mir, ich könnte auch so glücklich und frei leben wie du.
 

Gönn dir doch mal eine kleine Auszeit Max, das würde dir sicher gut tun. Solange ich dich kenne hast du noch nicht einmal Urlaub gemacht. Du bist immer fleißig und so im Stress. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Du bist doch keine Maschine, du bist ein Mensch, dessen Akku so langsam aber sicher zur Neige geht.


Ha, Auszeit - du bist gut! Wie soll das denn gehen?! Hast du eine Ahnung welche Berge sich da auf meinem Schreibtisch stapeln. Ich muss unbedingt noch diese Präsentation  fertig machen. Mein Chef steigt mir schon jeden Tag aufs Dach. Wenn ich die vermassele kann ich einpacken. In meiner Firma lauern schon die jungen Wölfe darauf, dass ich einen Fehler mache. 
Eine Auszeit kann ich mir nicht leisten! Ich muss funktionieren! Im Sommer ... da kann ich mir vielleicht mal ein paar Tage frei nehmen, aber jetzt geht das auf keinen Fall. 


Ach Max, es gibt immer noch einen anderen Weg und wir haben immer die Wahl! Aber es ist dein Leben und deine Entscheidung. Du stellst die Weichen auf denen dein Zug weiterfährt und du bist nicht das OPFER der Umstände in denen du dich gerade befindest. Es waren deine Entscheidungen der Vergangenheit, die dich da hingebracht haben wo du heute stehst.

 
Ich weiß ja, dass du Recht hast und ich will ja auch was ändern, sonst würde ich mich nicht immer wieder mit dir treffen und dich um Rat fragen, aber ...



Nix, ja aber ... "Ja, aber...!" zu sagen ist der beste Weg KEINE neuen Erfahrungen machen zu müssen. Das ist so als würdest du oben an der Türklinke ziehen und schreien "Ich will hier raus... Ich will was Neues!" und gleichzeitig heimlich unten mit dem Fuß dagegenhalten. So wird sich nie was ändern.


Wenn du es schaffen solltest nicht in einem Burnout zu landen, wirst du mir in 10 Jahren immer noch die gleichen Stories erzählen und mir vorjammern wie unglücklich du bist.
Max, es ist dein Leben. Deine Entscheidungen! Ändere was, oder lass es! Jammern bringt dich nicht weiter!


Bei dir klingt das alles so einfach. Du redest dich leicht. Schließlich hast du auch nicht meine Verpflichtungen am Hals. Ich kann doch nicht einfach alles so hinschmeißen. Wer zahlt dann meine Rechnungen? Wer kümmert sich um meine alten Eltern? Und meine Freundin wird auch nicht begeistert sein, wenn ich demnächst Fahrrad fahre, weil ich mir das Cabriolet nicht mehr leisten kann. 


Nein Max, ich stecke nicht in deinem Leben und ja ich rede mich leicht! Da hast du Recht! Ich weiß wie viel Angst diese Veränderungen machen können und wie schwer es manchmal sein kann, sich auf vollkommen unbekanntes Terrain vorzuwagen. 
 Aber Hallo ... ich habe nicht gesagt, dass du alles hinschmeißen sollst. Wie kommst du nur darauf. Ich weiß, dir ist gerade alles zu viel, aber es gibt noch mehr Farben als nur Schwarz und Weiß.
Mein Rat ist der, dass du dir eine kleine Auszeit gönnen sollst in der du mal gar nix tun musst. Ich weiß wenn der Zug einmal so richtig rollt ist es nicht leicht ihn anzuhalten, doch du wirst sehen, so eine kleine Verschnaufpause tut gut und gibt wieder neue Kraft.



 

Ich kann dir gar nicht sagen, wie gerne ich einfach mal in der Hängematte liegen würde und nix tun müsste.  Aber ich kann nicht!



Papperlapapp: "Kann ich nicht gibt's nicht!"  Nur die wenigsten Menschen sind körperlich oder geistig so behindert, dass sie nicht können selbst wenn sie wollten. Bei den meisten Menschen handelt es sich um eine Ausrede mit der sie sich selber zu OPFERN machen. 

Doch Max, hey, Du bist kein OPFER! Du bist ein KönigsKind und wurdest nach GOTTES Ebenbild dazu bestimmt diese Welt aktiv mitzugestalten.  

Sei doch mal ehrlich. Du jammerst gerade auf ganz schön hohem Niveau. 

Wenn ich mal aufzählen darf:

Du  hast eine Arbeit !
Du hast ein Zuhause !
Du musst nicht Hungern !
Und Du bist gesund !


Alles vor dem du Angst hat liegt irgendwo in einer unbestimmten Zukunft. Und weder du noch ich wissen, was davon je eintreffen wird. 

Fakt ist doch, dass du etwas ändern könntest, wenn du es wirklich wolltest, doch dir - oder sagen wir besser deinem kleinen Ego (Fridolin) ist der Preis zu hoch, den dich diese Veränderung "eventuell" kosten könnte!

Dann sag wenigstens, dass du nichts ändern willst! Steh zu deiner Entscheidung. Du willst diesen Job machen! Du willst dich diesem Stress aussetzen, weil die Angst nachher kein Geld mehr zu verdienen und unter der Brücke zu landen größer ist als der seelische Schmerz den du gerade empfindest. Lieber jammerst du anderen die Ohren voll, holst dir ein paar gute Ratschläge und etwas Mitgefühl-Energie ab. Aber ändern tust du dann doch nix!

Hey das ist okay. Das ist dein gutes Recht. Du bist SCHÖPFER deines Lebens und nicht das OPFER. Du  allein trägst die Verantwortung und die Folgen für deine Entscheidungen. 
 Du kannst es machen wie die meisten Menschen um dich herum, und auf deinem eingefahrenen Gleis hängen bleiben. Hetz dich weiter ab, bis dir die Puste ausgeht und dann sieh, wie es dir am Ende damit geht. 

Es wird der Tag kommen an dem du mit GOTT auf dein Leben zurückblicken und dir alles noch einmal in Ruhe und mit dem nötigen Abstand ansehen wirst. 

Wenn du dann zufrieden bist mit deinen Entscheidungen und dem Verlauf den dein Leben dadurch genommen hat, ist doch alles prima. Aber wenn du feststellen musst, dass du doch besser ab und zu mal innegehalten und deinen Kurs überprüft hättest, wird es zu spät sein.

Es ist deine Wahl - Max - deine ganz alleine.

Wem willst du vertrauen?

Deinem Ego, das seine Angst vor dieser Welt ständig laut herausschreit?

Oder deinem Herzen, das leise in dir flüstert... 
"Hey Max, es gibt einen anderen Weg. Da ist ein ganz anderes Leben für dich bestimmt! Gott hat einen Plan für dich. Vertraue mir und ich werde dich leiten! Ich kenne deine Bestimmung und mit meiner Hilfe wirst du deinen Seelenweg finden und am Ende auf ein glückliches und erfülltes Leben zurückblicken!"
 
Ach Mimi, du weiß doch genau, dass ich liebend gerne diesen anderen Weg gehen möchte. Aber ich habe keine Ahnung wie ich ihn finden kann. Ich kenne Gottes Plan für mein Leben nicht. Ich will am Ende nichts bereuen. Ich will mit GOTT gehen und herausfinden was ER für mich vorgesehen hat. Aber ich weiß nicht wie ich das machen soll. Kannst du mir da weiterhelfen?

Grundsätzlich kann ich dir da schon ein paar entscheidende Türen zeigen. Doch hindurchgehen musst du ganz alleine! Aber das machen wir ein anderes Mal. Nun gönn dir eine Auszeit. Such dir ein schattiges Plätzchen und lass deinen Geist zur Ruhe kommen und dieses Gespräch ein wenig nachschwingen.


Fortsetzung folgt





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